Das Lavendelzimmer - Nina George

Vor dem jetzt kommenden Artikel habe ich fast ein bisschen Angst. Ich will Dir „Das Lavendelzimmer(*)“ von Nina George zu gerne nahebringen, aber wenn ich es jetzt falsch anstelle, dann ruiniere ich das Buch für Dich möglicherweise. Das wäre wirklich tragisch.

Es war das schönste Buch, dass ich jemals gelesen habe! Die Geschichte, das Spiel mit der Sprache, der Wortwitz – das hat mich alles ganz tief berührt und mir unglaublich viel Spaß gemacht.

Wo:

Zitat Klappentext (gekürzt):

Die Geschichte spielt zwar nicht hauptsächlich an der Côte d’Azur, es ist eher ein Roadmovie durch Frankreich, dass am Mittelmeer endet. Aber ein wichtiger Teil der Geschichte findet in der Provence und hier statt und das finde ich ausreichend, um es in die Liste aufzunehmen. (Eigentlich gibt es die Kategorie „Unterhaltung“ nur wegen dieses Buches :-). Ich war mir zuerst nicht sicher, ob ich noch mehr Bücher oder Filme finde, die an der Côte d’Azur spielen. Aber siehe da: es gibt einen ganzen Haufen, der eine eigene Rubrik tatsächlich rechtfertigt).

Was:

Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.
Ein unwiderstehlicher Roman über die Macht der Bücher, die Liebe und die Magie des südlichen Lichts.

Warum lesen:

Also wie gesagt: es ist das schönste Buch, das ich jemals gelesen habe. Das klingt pathetisch und übertrieben, aber es ist wahr. Ich sage übrigens absichtlich „schönstes“ Buch und nicht „bestes“. Beim Lesen entstehen im Kopf so unendlich schöne Bilder und das transportierte Lebensgefühl weckt unglaublich viele Gefühle (Fernweh, Trauer, Glück, Sehnsucht zum Beispiel), weswegen „bestes“ Buch nicht stimmt. Aber schönstes trifft es sehr gut.

Diese Liebe zur Literatur, die in dem Buch deutlich wird, ist auch etwas, das mich schwer beeindruckt hat. Leider habe ich nicht annähernd genug Bücher gelesen, um alle Andeutungen zu verstehen, aber ich kann diesen tiefen Respekt für die verschiedenen Literaturwerke nachfühlen und bewundere die Belesenheit der Autorin.

Und es ist das „schönste“ Buch für mich, weil ich bisher noch kein Buch gelesen habe, dass so wunderbar mit den menschlichen Eigenarten umgeht und dabei so viel Sensibilität und Charme zeigt wie dieses hier. Ich meine, alleine dass der Held Monsieur Perdu heisst, zeigt doch schon einen unglaublich feinen Sinn für Wortwitz und Zwischentöne. Ein anderes Beispiel: „Oder sie vertrauten ihm ihre Verletzlichkeiten an, wie „bitte keine Romane, in denen Berge oder Aufzugsfahrten oder Ausblicke vorkommen – ich habe nämlich Höhenangst“.“

Wie schön wäre es, wenn es wirklich einen Buchhändler gäbe, der mit einer solchen Aussage etwas anfangen kann. Denn kennst Du auch das Gefühl, dass die Geschichte, die man liest, geradewegs auf die eigene Große Angst zusteuert und man sich nicht mal die Augen zuhalten kann?

Jetzt habe ich alle Stellen noch mal durchgelesen, die ich markiert habe, um mit noch ein paar Beispielen noch deutlicher zu machen, wie sehr mir dieses Buch gefällt. Und dann habe ich alles verworfen. Du  musst es selber lesen. Und ich hoffe, es gibt Dir genauso viel wie mir. Erzähl mir doch in den Kommentaren, ob Du es kennst und wie es Dir gefallen hat. 


 

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