Fantastische Felsformationen erzählen von einer langen Geschichte

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Wer sich mit der Côte d’Azur beschäftigt, stolpert auch früher oder später über die Verdonschlucht, sind es doch von Cannes aus nur um die 90 km bis zum Grand Canyon Europas.

Man kann also einen Tagesausflug hinmachen. Und wenn keine Zeit zum Übernachten ist, sollte man das auch. Aber besser wäre, man kann ein paar Nächte bleiben und dieses Wunder der Natur ausgiebig bestaunen. Es gibt so viel zu sehen.

Überblick

Die Verdonschlucht ist ca. 21 km lang und bis zu 700 Meter tief! Sie beginnt hinter der Stadt Castellane und endet bei Moustiers-Sainte-Marie, wo der Verdon in den Lac de Sainte-Croix mündet.

Der Fluss Verdon entspringt in der Nähe des Col d’Allos, einem Straßenpass im Département Alpes-de-Haute-Provence und bekannt durch die Tour de France. Die Passhöhe liegt auf 2247 m. Nach ungefähr 175 km mündet der Verdon in die Durance.

Was Du nicht verpassen solltest

1) Boot fahren auf dem Verdon

Tretbootfahren auf dem Verdon macht viel Spaß, auch mit Hund

Es gibt viele verschiedene Angebote, Du kannst Dir z.b. ein Kajak oder Kanu ausleihen und selber paddeln, ein Tretboot ist auch sehr beliebt. Alternativ gibt es kleine, führerscheinfreie Elektroboote, mit denen man entspannt durch einen Teil der Schlucht schippern kann.

Du kannst auch eine Wildwassertour buchen oder mit Neoprenanzug durch das Wasser wandern.

2) Wandern

Der Naturpark Verdon ist ein wahres Paradies für Wander- und Kletterbegeisterte. Es gibt viele verschiedene, gut ausgeschilderte Wege. Der berühmteste ist sicher der sentier Blanc-Martel. Ein wahres Abenteuer, nicht zuletzt, weil man durch zwei Tunnel muss (Taschenlampe nicht vergessen), eine spannende Treppe überwindet und lange Teile direkt auf Wasserniveau geht. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die man im Hinterkopf behalten sollte.

  • Es ist eine Tageswanderung, laut Schildern dauert sie in eine Richtung 6,5 Stunden. Wenn man Pausen macht, Picknick zum Beispiel, wird es natürlich länger.
  • Man sollte also den Rückweg motorisiert planen. Dafür muss man wissen, dass der Bus nachmittags vom Pointe Sublime um ca. 16:30 Uhr zurück zum Chalet de la Maline fährt. In der Hauptsaison fährt er 3-4 mal pro Tag, in der Nebensaison nur 2 mal. Man sollte also lieber das Auto am Pointe Sublime parken und morgens mit dem Bus zum Chalet de la Maline fahren und dann zurück zum Auto wandern.
  • Man kann auch einen Taxi-Schuttle vom Pointe Sublime organisieren. Es fährt ca. alle 30 Minuten. Allerdings weiß ich nicht, wann der letzte fährt.
  • Plane Deinen Ausflug gut. Der Parkplatz ist auch den Tagestouristen bekannt. Komm also nicht zu spät an.
  • 2 Liter Wasser pro Person solltest Du mitnehmen. Es gibt unterwegs keine Möglichkeit, Nachschub zu kaufen.
  • Die Strecke ist für Hunde verboten. Die steile Treppe Brèche Imbert stellt für die meisten Vierbeiner (und manche Zweibeiner) eine große Herausforderung dar. (google mal nach Bildern, vielleicht schafft Dein Hund das ja). Ich habe Fotos gesehen, wo Hunde dabei waren. Guck es Dir gut an und entscheide selbst, ob Deiner es schaffen kann. Wir haben einen anderen Weg genommen, weil wir unseren im Zweifelsfall nicht tragen können.

3) Routes des Cretes

Die Panoramastraße des Gorges du Verdon sollte man auf jeden Fall entlangfahren, selbst wenn man nur einen Tagesausflug in die Gegend macht! Startpunkt ist in La Palud-sur-Verdon, einem kleinen Bergdorf, wo man sich mit ein paar Leckereien stärken kann.

Zu Beginn ist die Straße nur in eine Richtung befahrbar, später wird sie auch zweispurig. Die vielen Aussichtspunkte sollte man sich nicht entgehen lassen. Auch wenn man irgendwann denkt, nicht noch einer, lohnt sich jeder einzelne.

4) Moustiers-Sainte-Marie

Das kleine Dorf hat um die 750 Einwohner und zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Es liegt zwar etwas außerhalb der Schlucht, nichtsdestotrotz ist der Besuch absolut lohnenswert. Das Dorf ist wunderschön, es gibt viele Leckereien und schöne Keramik zu kaufen. Der Blick über die Region von der etwas erhöhten Position aus ist atemberaubend und der Aufstieg zur Kapelle Notre-Dame de Beauvoir (16. Jahrhundert) ist ein Highlight. Und die Legende vom Stern von Moustiers gibt Rätsel auf.

5) ein Marktbesuch

Du bist hier in der Provence. Solche Qualität und Auswahl an Lebensmittel wirst Du so schnell nicht wiederfinden. Also nutze es und plane einen Marktbesuch ein. Wir waren damals auf einem Markt in Riez und es war unglaublich. Die Auswahl reichte von Ölen, Kräutern, Seifen, Kleidung und Schuhen über Messer und Handtaschen bis hin zu Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Wir haben uns mit Leckereien eingedeckt und ein tolles Picknick an einem See gemacht.

6) Essen gehen

Ich muss es noch mal sagen: Du bist in der Provence! Verpasse nicht das fantastische Essen der Region. Aber investiere ein bisschen Zeit in die Recherche und such Dir etwas Besonderes aus, z.b. ein table d’hôtes oder ein Restaurant mit regionaler Küche.

7) Plateau de Valensole

Nordwestlich vom Lac de Sainte-Croix legt DAS Anbaugebiet für Lavendel. Jeder kennt die Fotos von bis zum Horizont reichenden Lavendelfeldern. Ein Abstecher lohnt sich.

Natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen und zu erleben. Aber wenn Du nur kurz da bist oder sogar nur einen Tag, dann gehört die Bootstour und die Routes des Cretes zu den Dingen, die Du auf keinen Fall verpassen solltest. Und natürlich das Essen!


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