Blick vom Massif de L'Estérel nach Cannes

Teil 1: auf den Pic de l’Ours im Massif de l’Estérel

Der Pic de l’Ours im Massif de l’Estérel ist unser Hausberg, denn wir können ihn direkt von unserer Terrasse aus sehen:



Gleichzeitig ist es der Lieblingsberg vom Mann. Er fährt immer hoch, wenn es ihn in den Füßen juckt. Mal mit dem Rennrad, mal mit dem Mountainbike. Ich stelle Dir hier beide Touren vor.

“Ours” heißt übrigens Bär, “Pic de l’Ours” also sinngemäß Spitze des Bären.

Tour 1): Mit dem Rennrad auf den Pic de l’Ours im Massif de l’Estérel

Die Strecke mit dem Rennrad hat hin und zurück von unserer Terrasse aus 43km Länge und 815 Hm.



Und keine Fahrt gleicht der anderen. Mal trifft er einen Radfahrer, der ihn auf Englisch nach dem Weg fragt, bis beide feststellen, dass sie Deutsche sind und dann gemeinsam über die Gegend schwärmen.

Ein anderes Mal begegnet ihm ein Franzose, der gebürtig aus Paris stammt, seit mittlerweile 15 Jahren in Nizza lebt und seinen Jahresurlaub in Cannes verbringt, was keine 40km von Nizza entfernt ist. Einfach, weil es der schönste Flecken Erde ist, den er in seinem Leben je gefunden hat. Und er fragt zurecht: Warum sollte ich irgendwo hin fliegen, wenn ich doch bereits in der schönsten Gegend lebe?

Ach ja, und dann war da noch diese spookige Begegnung, als der Mann eines Abends in der Dämmerung den Anstieg wagte. Er hatte sich gerade in Trance gestrampelt, als er um eine Kurve fuhr und sich plötzlich bewaffneten, camouflagegewandeten Gestalten gegenübersah, die die Gegend sicherten, während sich ihre Kameraden aus einem Helikopter abseilten, der – übrigens völlig lautlos – über den Baumwipfeln in der Luft stand. Den Mann hat es vor Schreck fast vom Rad geschmissen. Die Jungs haben sich sicher königlich amüsiert – sobald sie nicht mehr grimmig gucken mussten.

Auf seinem Rückweg haben sie den Mann gleich noch mal erschreckt. Und zu Hause haben wir uns dann vor Lachen fast eingepullert bei der Vorstellung, dass die Soldaten in Spe ganz aufgeregt über ihre Headsets fragten, was da den Berg hochkommt, weil der Mann und sein Fahrrad im Dunkeln – und im französischen Nichts kann es sehr dunkel werden – strahlen wie ein amerikanischer Weihnachtsbaum. Er hat ALLES an Licht, was man so haben kann und seit er wirklich ALLES hat, machen selbst die italienischen Autofahrer auf der Corniche d’Or einen angenehmen Bogen um ihn rum. Wahrscheinlich sind sie dermaßen geblendet, dass sie nicht wissen, ob das vor ihnen ein Kleinbus oder ein Laster ist.

So sieht sein Rad nämlich aus:



Na und nicht zu vergessen die vielen Tiere, die der Mann bei seinen abendlichen Exkursionen aufscheucht: ein Waschbär (oder vielleicht auch ein Dachs, bei dem Tempo von Tier und Radler schwer zu sagen), Rehe, Wildschweine, Hasen…

Das hier ist ein Teil der Rennradstrecke, wo man sich so richtig abstrampeln und sich und den Fahrradgott verfluchen kann, weil der Anstieg so beinhart ist:



Mit dem Rennrad fährt man auf der ehemaligen Corniche, die heute für Autos gesperrt ist, aber immer noch ganz manierlich asphaltiert. Am Cap Roux kann man losfahren und kommt dann am Rocher de St. Bathélemy vorbei. Oben angekommen trifft man an einem Sonntagnachmittag alles von Schulklassen bis radreisende Rentergruppen.

Tour 2): Mit dem Mountainbike auf den Pic de l’Ours im Massif de l’Estérel

Jetzt kommen ein paar Eindrücke von den Strecken für Mountainbiker.

Hier fährt man übrigens besser nicht nachts. Selbst mit Flutlicht auf dem Helm sind die Bäume bei den schmalen Wegen doch schneller da, als man reagieren kann.



 

Und als krönenden Abschluss: Päuschen machen

Wenn man nun also diesen Berg gemeistert hat und noch Kraft hat für einen kleinen Abstecher sowie Lust, das Rad’l ein paar Meter auf dem Rücken zu tragen, dann schlage ich einen Abstecher ans Meer vor. Einfach, weil man es kann.

Ein bißchen verschnaufen, die Beine ausstrecken, atmen – Du bist am Meer!



Hast Du Tipps für Radtouren, die der Mann ausprobieren soll und über die ich berichten kann? Hinterlass’ mir einen Kommentar, ich freue mich über neuen Input.

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