So ein Millionär hat's schwer - mit Peter Alexander und Heinz Erhardt

Während Hoch Hartmut Europa schockfrostet, verbringt man naturgemäß viel Zeit drinnen. Eine gute Gelegenheit, sich einen richtigen Feelgood Film anzusehen.

So ein Millionär hat’s schwer – mit Peter Alexander und Heinz Erhardt (*)”

ist eine typische Peter-Alexander-Filmkomödie. Er stammt aus dem Jahr 1958.

Wo der Film überall spielt:

Wer einen Überblick über die Highlights der Côte d’Azur bekommen will, für den ist dieser Film das Mittel der Wahl. Die ersten 3,5 Minuten sind wie eine Sightseeing-Tour. Man sieht von oben auf die Croisette und bis zum Estérel Gebirge, die großen Hotels an der Croisette werden ebenso vorgestellt wie das Meer, der Strand und die Corniche im Hinterland.

Als Villa für unseren Millionär wurde die Villa Rothschild ausgewählt, die man unbedingt besichtigen sollte, wenn man in der Gegend ist. Weiter geht es nach Antibes, dann folgt eine Fahrt nach Saint-Paul-de-Vence. Man sieht eine der vielen Badebuchten im Estérel-Gebirge und in La Napoule ist auch gedreht worden.

 

Worum geht es:

Die Hauptrollen übernahmen Peter Alexander als Millionär Edward und Heinz Erhardt als Alfons Rappert, sein Privatsekretär.

Edward soll bald heiraten, hat aber auf die High Society keine Lust. Er malt lieber am Hafen und zieht das einfache Leben vor. Durch Zufall erfährt er, dass seine Verlobte es nur auf sein Geld abgesehen hat. Er versteckt sich bei seinem Freund Marcel in Saint-Paul-de-Vence, nur Alfons ist eingeweiht. Natürlich lernt Edward eine andere Frau kennen. Aber nun will er sicher sein, dass sie ihn um seinetwillen liebt und nicht seines Geldes wegen.

Es folgt die typische Komödie aus Gesang, Tanz und Verwechslung. Und ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Am Ende ist alles Friede-Freude-Eierkuchen.

 

Warum Du ihn ansehen solltest:

Ich hatte wirklich viel Spaß und habe mich köstlich amüsiert. Zuerst hatte ich die Befürchtung, dass der Film konstruiert wirken könnte. “Kennt man eine Peter-Alexander-Komödie, kennt man alle”, dachte ich und habe nicht viel erwartet. Hin und wieder ist mir die Singerei auch ein wenig auf die Nerven gegangen, wobei es eher dieses eine Lied war, was für meine Ohren zu oft vorkam.

Aber es war doch eine ganz andere Geschichte, als ich gedacht hatte. Tatsächlich saß ich gespannt vor dem Fernseher und wollte wissen, wie es weitergeht.

Die Geschichte ist so herrlich unbedarft, fast in jeder Szene scheint die Sonne, alle lachen und strahlen – man bekommt ganz automatisch gute Laune. Außerdem war die Entdeckung dieses Films ein großer Zufall, der mich überrascht hat. Ich war also von vornherein positiv eingestellt und hatte Lust, einen Heimatfilm zu gucken. Aber bei Heimatfilmen scheiden sich oft die Geister…

Ich kann den Film empfehlen – wenn man in der richtigen Stimmung dazu ist. Auf jeden Fall ist es ein großer Spaß, die Côte d’Azur um 1960 kennenzulernen. So leer und natürlich ist sie heute nicht mehr.


Kennst Du den Film? Hattest Du auch so viel Spaß dabei wie ich?

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