Corona macht uns gerade das Leben schwer, unser Leben wird immer weiter eingeschränkt – zurecht! Wir haben gerade die unbedingte Aufgabe, auf einander Rücksicht zu nehmen. Dazu gehört, den Außenkontakt auf ein Minimum zu reduzieren und sollte das nicht gehen, so viel Abstand wie möglich zu halten. Niesetikette sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein – ist es bloß leider nicht, wie ich Anfang des Jahres am eigenen Leib erfahren durfte, als dieser Typ einmal quer durch die Gemüseabteilung gehustet hat und ich daraufhin eine Woche krank war.

Aber vor allem sollten wir ruhig bleiben und uns nicht schallu machen lassen. Sich über die Situation, mangelnde Informationsverbreitung, mangelnde Vorbereitungszeit, eingeschränkte persönliche Entfaltungsmöglichkeit oder was auch immer zu beschweren, ist einfach unnötig. Freuen wir uns lieber darauf, was wir NACH Corona alles machen können. Wen wollen wir treffen und wo, wohin wollen wir reisen…

Der Mann, der Hund und ich bleiben erstmal in Deutschland und fahren nicht nach Frankreich. Das machst Du sicher auch. Aber das heißt ja nicht, dass wir uns nicht mehr mit der Côte d’Azur beschäftigen können! Nur eben ein bisschen anders, zum Beispiel mit Filmen und Büchern.

Und hier kommt mein erster Tipp für einen Instant-Besuch an der Côte d’Azur. Und ja: ich habe mich absichtlich für diesen Heile-Welt-Film entschieden…

copyright Kinowelt
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So ein Millionär hat’s schwer – mit Peter Alexander und Heinz Erhardt (*)“

Wenn schon alles doof ist, dann helfen manchmal nur noch Peter Alexander & Heinz Erhardt, oder wie siehst Du das?

Diese Filmkomödie stammt aus dem Jahr 1958 und eignet sich prima für eine bisschen Heiterkeit und einen tollen Überblick über die Highlights der Côte d’Azur. Die ersten 3,5 Minuten sind wie eine reine Sightseeing-Tour. Man sieht von oben auf die Croisette und bis zum Estérel Gebirge, die großen Hotels an der Croisette werden ebenso vorgestellt wie das Meer, der Strand und die Corniche im Hinterland.

Als Wohnsitz unseres Millionärs wurde die Villa Rothschild ausgewählt (die man auch unbedingt besichtigen sollte, sie ist einfach toll!). Weiter geht es nach Antibes, dann folgt eine Fahrt nach Saint-Paul-de-Vence. Man sieht eine der vielen Badebuchten im Estérel-Gebirge und in La Napoule ist auch gedreht worden.

Die Hauptrollen spielen Peter Alexander = Millionär Edward und Heinz Erhardt = Alfons Rappert, sein Privatsekretär.

Worum geht es:

Edward soll bald heiraten, hat aber auf die High Society keine Lust. Er malt lieber am Hafen und zieht das einfache Leben vor. Durch Zufall erfährt er, dass seine Verlobte es nur auf sein Geld abgesehen hat. Er versteckt sich bei seinem Freund Marcel in Saint-Paul-de-Vence, nur Alfons ist eingeweiht. Natürlich lernt Edward eine andere Frau kennen. Aber nun will er sicher sein, dass sie ihn um seinetwillen liebt und nicht seines Geldes wegen.

Es folgt die typische Komödie aus Gesang, Tanz und Verwechslung. Und ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Am Ende ist alles Friede-Freude-Eierkuchen.



Warum Du ihn ansehen solltest:

Ich hatte wirklich viel Spaß und habe mich köstlich amüsiert. Zuerst hatte ich die Befürchtung, dass der Film konstruiert wirken könnte. „Kennt man eine Peter-Alexander-Komödie, kennt man alle“, dachte ich und habe nicht viel erwartet. Hin und wieder ist mir die Singerei auch ein wenig auf die Nerven gegangen, wobei es eher dieses eine Lied war, was für meine Ohren zu oft vorkam.

Aber es war doch eine ganz andere Geschichte, als ich gedacht hatte. Tatsächlich saß ich gespannt vor dem Fernseher und wollte wissen, wie es weitergeht.

Die Geschichte ist so herrlich unbedarft, fast in jeder Szene scheint die Sonne, alle lachen und strahlen – man bekommt ganz automatisch gute Laune. Außerdem war die Entdeckung dieses Films ein großer Zufall, der mich überrascht hat. Ich war also von vornherein positiv eingestellt und hatte Lust, einen Heimatfilm zu gucken. Aber bei Heimatfilmen scheiden sich oft die Geister…

Ich kann den Film empfehlen – wenn man in der richtigen Stimmung dazu ist. Auf jeden Fall ist es ein großer Spaß, die Côte d’Azur um 1960 kennenzulernen. So leer und natürlich ist sie heute nicht mehr.

Wo Du ihn findest:

Du kannst ihn entweder bei Amazon (*, ich freue mich über die Provision) auf DVD kaufen oder Dir bei Youtube ansehen.


Mit diesem Beitrag nehme ich nachträglich an Lisa-Maries Blogparade mit dem Thema „Ablenkung von der Corona-Pandemie“ teil.

Kennst Du den Film schon? Hattest Du auch so viel Spaß dabei wie ich?

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