vom sentier littoral am cap camarat aus sieht man auf den plage de pampelonne, den berühmten Strand hinter St. Tropez

Der sentier littoral um das Cap Camarat ist eine mittelschwere Wanderung im Umland von St. Tropez. Man kann wunderbar die Küste und das Meer genießen, aber sollte den Weg nicht unterschätzen.

Startpunkt

Hier haben wir uns einen besonderen Luxus gegönnt und wie sich später herausgestellt hat, war das auch nötig. Wir haben nämlich für diese Runde Besuch vom Bruder des Mannes und der Freundin bekommen und haben daher ein Auto unten am Boulevard de la Praya, 83350 Ramatuelle stehen lassen können, um mit dem anderen hoch zum Leuchtturm (6 Route de Camarat, 83350 Ramatuelle) zu fahren.

Und weil wir uns Mittags getroffen haben, war unsere erste Amtshandlung, als wir am Leuchtturm angekommen sind: Essen. Wir hatten ein tolles Picknick dabei und einen hübschen Platz im Schatten gefunden. Leider wohnten dort offensichtlich drei Wespen, in deren Komfortzone wir eingedrungen sein müssen, denn sie umschwirrten uns ohne lockerzulassen und interessierten sich nicht für die Krümel, die wir strategisch um die Decke verteilt haben.

Mit vollem Bauch haben wir dann erstmal den Ausblick auf den plage de pameplonne (jenen berühmten Strand hinter St. Tropez) bewundert und anschließend das Schild belächelt:



Dann ging es los.

Die Tour



Ich muss sagen, dass ich nachträglich ziemlich froh war, dass wir die Runde am Leuchtturm gestartet haben und dass ein Auto unten stand. Wir haben die wenigen Kilometer ordentlich unterschätzt, nicht so sehr kräftemäßig, aber zeitlich. Deswegen hatten wir auch Bade- und Schnorchelsachen dabei und haben immer wieder Pausen gemacht, um zu planschen und die Unterwasserwelt zu beobachten. Und dabei reichlich Zeit verbummelt. Aber das muss auch mal sein.



Es war heiß! Obwohl es schon Mitte September war. Das Abkühlen im Meer war also durchaus nötig. Und der Weg ist wirklich nichts für Stöckelschuhe, da hat das Schild ganz recht. Oder überhaupt Sandalen. Zumindest nicht, wenn man ihn zum ersten Mal geht oder die Sohlen der Schuhe sehr rutschig sind. Es geht meiner Ansicht nach auch mehr als 20 Meter hoch, doch das kann möglicherweise eine subjektive Einschätzung sein …



Kaum den Berg runter, flitzt der Hund erstmal ins Wasser. Und während wir dann baden, schiebt er schnell ein Power-Nap ein. Recht hat er. Volle Südseite und Sonne machten den Abstieg recht schweißtreibend.

Dennoch ist die Tour toll und es hat viel Spaß gemacht. Wie immer an der Côte d’Azur passiert landschaftlich auf ein paar Kilometern sehr viel, weswegen die Wanderung schön abwechslungsreich ist.



Durch unsere Trödelei war es schon fast dunkel, als wir die 5 Kilometer hinter uns hatten und am anderen Auto ankamen, und wir waren ordentlich im Eimer. Ich hatte mich dolle auf ein Menthe à l’eau gefreut, aber die Strandbuden hatten natürlich schon zu.



Wir haben mit Schnorcheln und pausieren um die 5 Stunden für die Tour gebraucht, das Picknick nicht miteinkalkuliert.

Fazit:

Mir hat die Tour Spaß gemacht. Aber ich war am Ende wirklich froh, dass ich nicht wieder zurückmusste. Falls Du die Möglichkeit hast, auch mit zwei Autos zu kommen, würde ich das empfehlen. Einfach, weil man sich dann schön Zeit lassen kann, mal hier stehen bleiben, mal da planschen gehen. Ist ja schließlich Urlaub. Die Strecke fand ich anspruchsvoll und als ich dann müde war, musste ich mich auch etwas mehr als zum Beispiel am Cap d’Antibes konzentrieren. Der Weg ist recht schmal und ziemlich felsig. Wenn Du ihn im Hochsommer gehen willst, nimm ausreichend Wasser mit!! Es gibt hier unterwegs nichts, wo man die Flaschen auffüllen kann und man läuft eigentlich die ganze Zeit in der Sonne. (Da fällt mir ein: vergiss die Sonnencreme nicht. Eine Kopfbedeckung ist sicher auch von Vorteil. Und ein Handtuch.)

Denk auf jeden Fall daran, Deine Stöckelschuhe zu Hause zu lassen …


Wie hat Dir die Strecke gefallen? Teilst Du meine Einschätzung der Schwierigkeit?

teile diesen Beitrag oder gib ihm ein ❤️
x gefallen