Cannes La Bocca & Massif de l'Esterel warum Côte d'Azur

warum ausgerechnet die Côte d’Azur

Alles begann mit einem gebrochenen Bein kurz vor dem Sommerurlaub anno 2011, der damit ins Wasser fiel, zusammen mit ein paar Plänen und Träumen für die Zukunft.

Zuerst einmal ging es jetzt nur um die Genesung. Ärzte, Physio, Massagen und Sorgen bestimmten den Alltag. Im Dezember kam dann die Nachricht, dass der Mann nochmal operiert werden muss, weil der Knochen nicht zusammen gewachsen war. Bloß davor wollten wir doch bitte wenigstens ETWAS Schönes in diesem Jahr erlebt haben und unbedingt ein bisschen Erholung – immer nur Ärzte und Schmerzen machen einen auf Dauer recht unglücklich.

Aber wo kann man eigentlich im europäischen Winter hinfahren, wenn man mit einem gebrochenen Bein auf Krücken durch die Gegend hüpft, gerne Sonne tanken möchte und nicht fliegen kann? Wie wäre es denn mit dem Mittelmeer, vielleicht mal an die Côte d’Azur?

Gesagt, getan. Wir haben uns eine Ferienwohnung in Cannes direkt am Strand gegönnt.

warum ausgerechnet die Côte d'Azur

Cannes zur blauen Stunde

Vor dem Balkon gab es nur noch die Strandpromenade und das Meer. Und weil Laufen mit Krücken und Schmerzen keinen Spaß macht, sind wir durch die Gegend gecruist – ein Roadtrip entlang der Côte d’Azur sozusagen. Wir haben diese sensationelle Landschaft gesehen, die kleinen Dörfchen, die auf den Bergspitzen thronen wie ein Adlerhorst, die Gebirge aus rotem und schwarzem Gestein, die Wälder aus Korkeichen, Eukalyptus und Mimosen und natürlich die Corniche d’Or, diese malerische Küstenstraße – und wir haben uns verliebt. Es war Winter, es war leer, die Sonne schien jeden Tag und ich war sogar baden! Im Dezember! Es war einfach herrlich.

 

warum ausgerechnet die Côte d'Azur

mit Krücken an die Côte d’Azur

In uns reifte ein Gedanke: Was, wenn wir unseren alten Traum reaktivieren und ein paar Monate ins Ausland gehen würden? Es müsste natürlich eine Gegend in der gleichen Zeitzone sein und wir müssten alles an Rechnern und Equipment mitnehmen, damit wir vor Ort für unsere Kunden genauso da sein könnten wie vom Büro aus. Hier in Südfrankreich wäre es doch eigentlich ganz gut. Würde das gehen?

Würden wir uns trauen?

 

Wir haben uns getraut. Nach OP, Reha und einigem Vorlauf mit gelegentlichem Knieschlottern sind wir im folgenden Dezember mit viel zu viel Zeug gen Süden aufgebrochen. Wir haben eine Wohnung und ein Büro gemietet und uns immer wieder unser neues Mantra aufgesagt: es kann nichts passieren. Wenn alle Stricke reißen, gehen wir einfach wieder zurück. Es kann nichts passieren…

Und es war fantastisch. Wir haben mehr gearbeitet als je zuvor, aber:

warum ausgerechnet die Côte d'Azurdurch das kleine Fenster im Bad konnten wir jeden Morgen beim Duschen den Pool und die Palme am Horizont sehen.

 

 

 

 

 

 

 

Und manchmal haben wir mittags mit unseren Sandwiches in der Sonne gesessen und uns gefragt, warum wir das nicht schon viel früher gemacht haben.

 

 

 

 

Und das ist auch schon die ganze Geschichte.

Mittlerweile haben wir unser Gepäck deutlich abgespeckt und sind wahre Umzugsprofis geworden (wenn wir an einem Samstag losfahren, sitzen wir Montag morgen am Schreibtisch, als wäre nichts passiert).

In der Zwischenzeit hat sich unsere Reisegruppe um einen Hund erweitert. Die Franzosen sind unglaublich nett zu Hunden. Von unserer Obst- und Gemüsefrau bekommt er immer einen Apfel geschenkt. Wenn wir ihn bei einem Spaziergang mal verlieren sollten, sitzt er bestimmt bei Sylvie vor dem Laden.

Und auch sonst wollen ihn alle streicheln und herzen. Wir sind rundum zufrieden mit unserer Entscheidung und mal ehrlich: guck Dir diese Bilder an! Da kann man doch nur hin und weg wollen!

 

Ach und dann gibt es da natürlich noch ein nicht ganz unwichtiges Detail:

😀


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