typische für Grasse

Den Namen „Grasse“ kennst Du, oder? Hast Du „Das Parfum“ von Patrick Süskind gelesen oder gesehen? Oder Dich mal ein wenig mit Parfum beschäftigt? Dann bist Du auch auf jeden Fall über diesen Namen gestolpert. Aber warst Du auch schon da? Oder überlegst Du, ob es wirklich sein muss, hinzugehen?

Ein klares JA, auf nach Grasse!



Grasse befindet sich nördlich in den Hügeln über Cannes und wird auch gerne „Welthauptstadt des Parfums“ genannt. Früher war in Grasse das Gerberhandwerk ansässig. Im 17. Jahrhundert wurde es modern, Lederhandschuhe zu parfümieren. Also verlegte sich die Stadt auf die Herstellung von Parfüm. Und davon kann man sich auch heute noch an jeder Ecke überzeugen.

Die Parfumherstellung in Grasse



Im Musée International de la Parfumerie im Stadtzentrum erfährt man alles über die Geschichte des Parfums. Die großen Parfümerien wie Fragonard, Molinard oder Galimard gibt es immer noch und sie bieten Führungen durch ihre Räume an. Aber nicht nur das: man kann dort auch sein eigenes Parfum unter Anleitung kreieren! Was für ein Spaß! (Aber unbedingt anmelden, die Kurse sind sehr gut besucht.) Die Zutaten zu Deinem fertigen Parfum werden gespeichert, sodass Du es Dir immer wieder nachbestellen kannst.



Die Altstadt von Grasse

Grasse besteht aus einem Altstadtkern, wo die Gassen so schmal sind, dass man nur zu Fuß durch schlendern kann und einer eher typischen, südfranzösischen Stadt drum herum. Da Grasse auch ein Knotenpunkt ist, von wo Bundesstraßen in alle Richtungen, aber besonders in die Berge abgehen, ist hier immer ein ziemliches Gewusel. Aber wie gesagt: in der Altstadt nur Fußgänger. Und haufenweise Geschäfte.



Ich finde aber immer, dass es hier nichts gibt, was man schon gesehen hat. Die Geschäfte bieten eher regionale oder italienische Spezialitäten – da ist dieser eine Laden, der nur Kekse hat! Lecker… Viele, wirklich extrem viele Parfümerien, ein paar Antiquitätengeschäfte, ein paar Optiker… Wer große Marken sucht, wird hier enttäuscht. Aber gerade das macht für mich den Reiz von Grasse aus. Hier kann man sich mal von einheimischen Produzenten überraschen lassen.

Wenn man so fröhlich durch die Altstadt schlendert, wird man irgendwann feststellen, dass man tendenziell eher nach oben läuft. Am höchsten Punkt erwartet einen dann die Kathedrale – wo ich leider noch nicht drin war, weil bisher immer Hochzeiten stattfanden – und ein toller Ausblick über die Ebene bis Cannes und bei besonders gutem Wetter noch weit über das Mittelmeer. In der Kirche soll es zahlreiche Gemälde zu besichtigen geben, darunter auch ein paar Werke von Rubens! Aber wie gesagt: bei meinen Besuchen waren immer Feierlichkeiten in der Kirche.



Napoleon und Grasse

 Eine Sache fehlt jetzt noch und das ist Napoleon. Aus seinem Exil auf Elba machte er sich 1815 mit seinem Heer auf den Weg nach Paris. Nach der Mittelmeerüberquerung landete er in Golfe-Juan bei Antibes und legte von dort aus in einem nur siebentägigen Marsch 335 km bis Grenoble zurück. Diese Strecke ist heute unter dem Namen route napoléon bekannt und führte auch durch Grasse. Man erkennt sie leicht an Napoleons Wappen, dem Adler. Wer gerne wandert, kann Teile davon nachlaufen. Aber auf jeden Fall darf mal man einen kurzen Moment staunen, besonders bei dem Blick über die Ebene, was Napoleon und sein Heer damals geleistet haben.


Fazit:

Ich würde einen Ausflug nach Grasse jederzeit empfehlen. Und nachdem man die Theorie der Parfumherstellung und vielleicht sogar die Praxis in einem Kurs gelernt hat, kann man noch einen Abstecher in die Gärten des internationalen Parfummuseum in Mouans Sartoux anhängen und lernen, welche Pflanzen die Rohstoffe für die Parfums bieten und wie sie verarbeitet werden. Danach hat man einen informativen und vor allem gut riechenden Tag verbracht und verdient einen Abstecher ans Meer.

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