Der Zöllnerweg - um das Cap Martin nach Monaco

Von Roquebrune nach Monaco auf dem alten Zöllnerweg

Auf dem ehemaligen sentier des douaniers gehen wir heute das Stück von Roquebrune / Cap Martin Richtung Monte Carlo / Monaco. Dieser Abschnitt wird auch Promenade le Corbusier genannt.

Aber bevor es losgeht, haben wir erstmal Hunger.

Wie immer sind der Mann und ich nicht rechtzeitig losgekommen und nun ist es fast schon zu spät, um noch irgendwo Mittagessen zu bekommen. Auf belegte Baguettes haben wir keine Lust mehr, davon hatten wir reichlich in der letzten Zeit –  wir nehmen leider nur ausnahmsweise mal ein Lunchpaket mit. Also ist unsere erste Maßnahme: essen gehen.

Bloß sehen die Restaurants am Meer in Roquebrune, die jetzt im Winter geöffnet haben, nicht so einladend aus. Wir laufen die Strandpromenade rauf und runter und einigen uns mehr aus Verzweiflung denn aus Vorfreude auf das Le Fanal. Er sieht von außen aus wie eine Strandbude, die es wegen der Lage nicht nötig hat, auf Qualität zu achten. Allerdings haben wir dem kleinen Laden damit gehörig unrecht getan. Er entpuppt sich als Volltreffer, an den wir noch lange denken werden. Wir essen Burger auf der Terrasse, vor uns nur paradiesfarbenes Meer und blauer Himmel. Es schmeckt lecker, wir gönnen uns noch einen Nachtisch und haben sogar Glück mit unserer Frage nach dem Ort unseres Spaziervorhabens. Rundum zu empfehlen.



Aber jetzt: los geht’s auf dem Zöllnerweg vom Cap Martin nach Monaco!

Wir fahren zu dem vorgeschlagenen, öffentlichen Parkplatz an der Avenue Winston Churchill, stellen das Auto ab und laden den Hund aus. Und dann laufen wir los. Links von uns nur noch Klippen und Meer und rechts manchmal noch ein Garten hinter Zaun und Hecke, aber häufiger nur Natur. Der Weg ist zwar betoniert, aber schmal und eignet sich nicht für Rollstühle oder Kinderwagen. Es gibt viele Treppen, durchaus auch steile, lange, gewundene oder alles drei auf einmal.

Aber es lohnt sich. Die Aussicht ist mal wieder überwältigend: das Meer so blau und groß!! Die Natur so exotisch und wild!!


 


Wir machen Pausen auf Steinen oder Treppenstufen direkt am Meer und bewundern die Jogger, die auf den steilen Treppen an uns vorbeikeuchen. Und dann biegen wir völlig unvorbereitet um die eine Kurve und sehen plötzlich Monaco vor uns zwischen der Vegetation durchblitzen. Es kommt unerwartet, da wir uns an den Anblick der Natur gewöhnt haben.



Irgendwann laufen wir auch an Le Corbusiers Datscha vorbei. Ich tue dem Häuschen wahrscheinlich unrecht, aber wir sind recht enttäuscht. Abgesehen davon, dass es sich im Renovierungszustand befindet und also geschlossen ist, ist es klein und wenig magisch oder gar beeindruckend. Einzig der Ausblick lässt einen etwas neidisch auf Corbusier werden. Mir wäre jedoch die Bahnstrecke zu nah. Und damit sind wir auch bei dem einzigen Nachteil dieses Weges: ein Stück müssen wir nun neben den Schienen gehen. Natürlich kommt prompt ein Zug und uns fallen fast die Ohren ab.

Wir überleben und staunen nicht schlecht, als wir an einem Strand rauskommen, an dem es neben einem Hotel noch eine Bar gibt! Sogar geöffnet!!

Die kommt wie gerufen, denn der Spaziergang ist eher eine Wanderung mit einigen Höhenmetern und doch etwas ermüdend. Wir gönnen uns ein kühles Getränk auf den Steinen, der Hund bekommt nach einigem Hin und Her auch ein Wässerchen und dann ruhen wir uns alle kurz aus, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Leider ist es zwischenzeitlich spät geworden und die Sonne geht schon unter. Bis Monaco schaffen wir es heute nicht mehr. Das bleibt uns für ein anderes Mal.


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