Portrait Agathe Duffaut

Es ist mal wieder Zeit für ein neues Interview in meiner Let’s talk with…-Serie. Ursprünglich habe ich mit den Interviews wegen Corona angefangen: Ich wollte den Geschäftsbetreibern der Côte d’Azur hier auf dem Blog eine Plattform bieten, um ihr Angebot vorstellen zu können und Dich, lieber Leser, vielleicht dazu zu inspirieren, den ein oder anderen zu unterstützen, sobald wir wieder hinfahren können. Mein Lieblingsrestaurant hat mitgemacht, der kleine Feinkostladen in meinem Dorf, eine Fotografin mit einer interessanten Nackedei-Aktion, eine Organisatorin von ganz außergewöhnlichen Picknicks und über eine sehr nette Hochzeitsplannerin & Traurednerin habe ich nun Agathe kennengelernt.

Sie steht mir heute Rede und Antwort und eins kann ich schon mal sagen: Sie hat etwas unglaublich Beeindruckendes auf die Beine gestellt! So viele Menschen durfte ich kennenlernen, die so viele außergewöhnliche Dinge machen – und sie alle erzählen mir und Dir davon. Was für eine Ehre.

Und gerade fällt mir auf, dass es alles Frauen sind! Ein Zufall – oder einfach der Zahn der Zeit?

Bevor wir nun Gefahr laufen, politisch zu werden, heißt es jetzt erstmal:

Let’s talk with… Agathe Duffaut


(Wie immer steht zuerst die deutsche Übersetzung und am Ende das französische Original. Die Fotos werden mir von den Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Das Interview entstand im Februar 2021.)

Stell Dich dem Leser kurz vor. Wie heißt Du, woher kommst Du, wie bist Du an die Côte d’Azur gekommen, was müssen wir über Dich wissen…

Mein Name ist Agathe Duffaut, ich bin 37 Jahre alt und habe zwei Kinder im Alter von 8 und 5 Jahren. Ich bin Fotografin und komme ursprünglich aus der Region Paris. Vor 15 Jahren bin ich der Arbeit wegen an die Côte d’Azur gekommen. Aber das war damals nicht die Fotografie. 
Fotografie begeistert mich, überhaupt die Kunst, die Musik und außerdem genieße ich gerne, Wein, gutes Essen, Gemeinschaft! Mir macht es auch immer mehr Spaß, Food-Fotos zu machen.
Ich wohne in La Colle sur Loup, einem hübschen Dorf, das zwischen der Küste und dem Hinterland liegt. Ich lebe gerne hier. Nichts ist weit weg, aber man hat trotzdem das Gefühl, in einem ruhigen Dorf zu leben, in Naturnähe wie etwa dem Gorges du Loup und doch weit weg vom turbulenten Leben der Städte. Es ist wirklich eine sehr schöne Umgebung.
Antibes und das Cap d’Antibes mag ich auch sehr. In den Gassen der Altstadt gehe ich gerne bummeln und der wilde Teil vom Cap gefällt mir ebenfalls sehr. Hier kann man gut die Akkus aufladen (außerhalb der Hochsaison!). 

Erzähl mal von Deiner Arbeit und Deinem Business.

Ich bin seit fast 6 Jahren professionelle Fotografin (Agathe Duffaut Photographie). Meine Familie und Freunde haben mich ermutigt, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen, insbesondere mein Mann, ohne den ich nicht da wäre, wo ich heute bin. 

Was gefällt Dir an Deiner Arbeit am besten?

Ich habe mich bewusst dafür entschieden, mich nicht auf einen Zweig der Fotografie zu spezialisieren. Jedes Fotoshooting bringt mir etwas, sei es ein Familieshooting mit widerspenstigen Kleinkindern, mit denen ich am Ende spiele und so spontane und natürliche Bilder bekomme, sei es die Sanftheit von Schwangerschaftsshootings oder die ersten Bilder von Neugeborenen. Ich mag auch Paarfotos… wir vergessen uns oft, aber es ist toll, sich einen gemeinsamen Augenblick zu nehmen … Natürlich liebe ich auch Hochzeitsreportagen. Sie sind sehr anstrengend, aber ich liebe die Bindung, die zu meinen Brautpaaren entsteht und Zeuge ihres Tages zu sein, der Emotionen und der Liebe, die sie umgibt.
Und ich liebe die Aktsitzungen mit den Frauen. Eine Möglichkeit, sie zur Geltung zu bringen und ihnen zu zeigen, wie schön sie sind.

Hast Du eine Lieblingsgeschichte von Deiner Arbeit, die Du mit uns teilen möchtest? Oder ein Fotoshooting, das Du nie vergessen wirst?

Das ist die Geschichte von einer Hochzeit, die mich sehr berührt hat. Die von Alice und Jérôme. Schon während der Hochzeitsvorbereitung haben wir eine starke Bindung aufgebaut und dann machte die Braut eine besonders stressige Zeit durch, weil ihr Vater schwer krank wurde und sie bis zum letzten Moment nicht wusste, ob er an ihrem großen Tag dabei sein würde. Als er dann doch bei der Hochzeit da sein konnte, am Fuß der Treppe auf seine Tochter wartete, sie fest an sich drückte und sie mehr schlecht als recht zu ihrem zukünftigen Mann brachte… das war eine unglaubliche Freude, sie dort zusammen zu sehen. Ich glaube, ich habe noch nie so viel bei einer Hochzeit geweint! Ich kann Dir sagen, Agnès Doussot, die Visagistin der Braut, meine Freundin Amandine, die Hochzeitsplanerin, die die Trauung vollzog und ich waren sehr besorgt! Wir sind an dem Tag durch alle Emotionen gegangen! 
Es ist schön, wenn auch die Dienstleister an der Verbindung zwischen den einzelnen Personen teilhaben.

Wie beeinflusst Dich Corona (persönlich und beruflich)?

Meine Arbeit wurde natürlich reduziert, aber zwischen den einzelnen Lockdowns wollten die Familien unbedingt Erinnerungen schaffen. Für die werdenden Mütter, die die Schwangerschaften verewigen wollten und den kleinen Babys, die zum ersten Mal ihre Nase zeigten, mussten dann schnell Sitzungen geplant werden, sodass ich sagen würde, dass ich in diesem Bereich nicht sehr beeinträchtigt wurde. Auf der anderen Seite habe ich wegen der ganzen Verschiebungen der Hochzeiten einige Aufträge verloren, aber nur in einem überschaubaren Rahmen, weil ich seit jeher die Anzahl der Hochzeiten, die ich mache, begrenze, also ja, ich habe Aufträge verloren, aber da ich Zeit für meine kleinen Familien und die Aufträge der Firmen hatte, kann ich mich auch nicht beklagen. Es hätte viel schlimmer sein können.

Lass uns über Dein Wohltätigkeitsprojekt On pose pour le rose sprechen. Wie bist Du auf die Idee zu diesem Projekt gekommen? Wann hast Du damit begonnen und wie hat es sich bis jetzt entwickelt?

„On pose pour le rose“ wurde vor 5 Jahren aus dem Wunsch heraus geboren, eine Sache zu unterstützen, die mir durch meinen Beruf am Herzen liegt. Als Mutter eines kleinen Mädchens und als Frau bin ich indirekt von dieser Krankheit (Brustkrebs, Anm. von mir) betroffen und deswegen war es mir wichtig, meinen Fokus auf die Forschung zu richten.
Seitdem ist das Projekt sehr gewachsen. Ich habe die Unterstützung von Fotografenkollegen erhalten, darunter Jenny (Jenny S photographie), die eine Stütze des Vereins ist, sowie meine beste Freundin Eulalie, die für die Kommunikation zuständig ist. Ohne sie hätten wir diese Aktion sicher nicht so publik machen können, wie wir es seitdem getan haben. 
Jedes Jahr machen ehrenamtliche Fotografen, Profis aus dem Wohlfühlbereich und andere Dienstleister mit großem Herzen die Veranstaltung zu einem wirklich schönen Tag rund um die Fotografie.
Die Veranstaltung findet mittlerweile in mehreren Städten in Frankreich (und sogar in Spanien !!!!) statt.

Was bedeutet der Name?

On pose pour le rose bedeutet, wir posieren (auf Fotos) für die Farbe Pink (Anm. von mir: Farbe der Brustkrebsforschung), also zu Gunsten der Brustkrebsforschung.

Erklär mal die Idee hinter dem Projekt: was bedeutet On pose pour le rose und wie funktioniert es?

On pose pour le rose ist eine Spendenaktion für die Brustkrebsforschung. Die Idee ist, sich an dem Tag der Veranstaltung vor einem unserer Fotografen in Pose zu werfen und gegen eine Spende fotografieren zu lassen. Aber noch wichtiger ist es, einen schönen Tag des Beisammenseins zu genießen und nebenbei noch eine gute Tat zu tun.

Wolltest Du Dich schon immer sozial engagieren und wieso machst Du Dich für die Brustkrebsforschung stark?

Ich wollte schon immer helfen, aber die Frage war wie? Also habe ich beschlossen, meinen Beruf und diesen Wunsch zu vereinen. Wir zeigen den Frauen, wie schön sie sind und wie feminin sie trotz der Krankheit noch immer sein können. Jemand, der mir nahe steht, war von der Krankheit betroffen. Da ich selber eine Frau bin und auch noch Mutter eines kleinen Mädchens, war das Thema naheliegend.

Erzähl mir vom Anfang, von der ersten Veranstaltung. Wie hat sich das Projekt bis heute entwickelt?

2017 haben Agnès Doussot und ich die erste Veranstaltung ganz alleine abgehalten. An diesem Tag kamen 27 Frauen und wir haben etwas über 900 € sammeln. Seitdem hat sich das Team aus ehrenamtlichen Fotografen und Freiwilligen aus den unterschiedlichsten Bereichen stetig vergrößert. Im Jahr 2020 haben wir 25.000 € gesammelt und die Veranstaltung fand an mehreren Orten in ganz Frankreich gleichzeitig statt.

(Anm. von mir: 2019, im 3. Jahr der Veranstaltung haben mehr als 50 Freiwillige und mehr als 240 Teilnehmer in 8 Städten Frankreichs mitgemacht. 10.000 € wurden gesammelt. Nach nur 3!! Jahren!! Agathe ist zu bescheiden, ich muss das hier einfach mal ganz deutlich sagen. Und nach nur 4 Jahren findet ihre Initiative frankreichweit in 13 Städten statt, über 125 Freiwillige und 550 Teilnehmer sind dabei und sie sammeln 25.000 €! Ich finde das unglaublich!)

Übrigens: die diesjährige Veranstaltung findet am 2. Oktober 2021 statt. Ort und alles Weitere: on pose pour le rose

Wie aufwendig ist die Organisation? Machst Du das alleine oder hast Du in der Zwischenzeit ein Organisationsteam? Ist die Veranstaltung nur für Frauen oder nehmen auch Männer teil?

Im Januar 2019 wurde die Veranstaltung so groß, dass Jenny, Eulalie und ich den Verein On pose pour le rose gründen mussten und nun organisiert ein Team von 7 Leuten die Veranstaltung. Es erfordert eine Menge Vorbereitungszeit: einen Ort finden, Freiwillige, Aufbau von Kommunikation, Ort und Tickets… Mittlerweile müssen wir 1 Jahr im Voraus mit der Vorbereitung anfangen.
Der Tag ist den Frauen gewidmet, die direkt oder indirekt von Brustkrebs betroffen sind. Es ist ein Tag für Frauen, Freundinnen, Vertraute…

Und jetzt erklär mir mal aus Teilnehmersicht: Wie muss ich mir so einen Tag vorstellen? Soll ich mich verkleiden, soll ich etwas mitbringen oder habt Ihr Accessoires? Machen die Gäste „echte“ Fotos, die sie z. B. zu Weihnachten verschenken oder sind es eher Spaßbilder? Was genau erwartet mich bei einer solchen Veranstaltung?

Jeder einzelne Fotograf bietet eine bestimmte Art von Fotos an. Das kann mit Accessoires wie einem Kleid, Bademantel, Blumenstrauß oder -kranz sein… muss aber nicht. Es geht nicht darum, sich zu verkleiden, sondern sich schön zu fühlen. Das Angebot reicht vom einfachen Porträt bis zum Aktbild. Das Wichtigste ist, eine gute Zeit zu haben, sich wohl und geborgen zu fühlen. Jede Frau sucht sich bei der Ticketvergabe ein Shooting / einen Fotografen aus und meldet sich mit einer Spende von 30 € an. Hinterher kann sie 2 Fotos aus der Serie aussuchen. Die Bilder kann sie später ausdrucken lassen, in ein Album kleben… wie sie will.
Mit zusätzlichen Spenden können weitere Möglichkeit dazu gebucht werden wie z. B. Make-up Sessions oder Workshops wie Yoga, Blumenbinden… je nach Angebot vor Ort.

Hast Du einen Geheimtipp für die Leser, was sie unbedingt an der Côte d’Azur machen sollten?

Wie gesagt: Ich liebe es, bei einem Spaziergang am Cap d’Antibes frische Luft zu schnappen. Durch die Gassen von Antibes bummele ich gerne, aber ich bin nicht sehr shoppingfreudig… 
Da ich ein großer Genießer bin, haben wir in La Colle sur Loup großes Glück mit einer originellen Persönlichkeit, einen Ladenbesitzer wie es sie kaum mehr gibt! Das ist Père Mozart… wenn Sie feine Delikatessen und sorgfältig ausgewählten Käse mögen, gehen Sie zu ihm! Sie werden wie die Könige behandelt werden, er ist für jeden da und gibt gute Ratschläge.
Für einen schönen romantischen Ausflug empfehle ich meinen Lieblingsort: die Moulin Camoula in Vence. Ein kleines Gasthaus in der Nähe eines Wasserfalls… Ein Ort, um die Batterien wieder aufzuladen und man fühlt sich immer gut von den Besitzern Cécilia und Michel betreut.
Mit meinen Kindern gehen wir gerne nach Valberg und genießen die frische Luft. Dort gibt es immer tausend Sachen, die man in der Einsamkeit tun kann.

Wer soll der nächste in der Interview-Reihe sein?

Ich würde gerne die Antworten von Agnès Doussot lesen. Vor 5 Jahren hat sie sich einfach so bei mir vorgestellt und mir mitgeteilt, dass sie Visagistin ist und bereitstünde, falls ich sie für Fotoshootings oder potentielle Kunden brauchen würde. 
Ich erzählte ihr von meinem Projekt On pose pour le rose“. Und völlig überraschend, denn es ging nur um eine freiwillige Arbeit und ohne dass sie mich überhaupt kannte, folgte sie mir in dieses verrückte Projekt und ist nun schon seit 5 Jahren dabei. Jedes Jahr! Eine Frau mit einem so großen Herzen wie sie verdient es, ins Rampenlicht gestellt zu werden.
(Es ist nicht einfach, jemanden vorzuschlagen… so viele verdienen es, hervorgehoben zu werden, ich hätte auch gesagt: Marine von Marynéa oder Cécile von „Mon atelier zen“, beide Frauen sind ebenfalls freiwillig bei On pose pour le rose dabei und jede hat ein großes Herz!).

Danke, dass Du mitgemacht hast, Agathe 🙂

Danke Dir!


Stand der Informationen 28.7.21

Fährst Du bald an die Côte d’Azur?

Ich habe alle Corona-Regeln & -Maßnahmen für Dich recherchiert,
damit Du Deinen Urlaub einfach genießen kannst.

Jetzt reduziertes Urlaubsangebot! (Schnell sein lohnt sich! Die ersten 40 bekommen 5€ Extra-Rabatt!)


Présente-toi brièvement au lecteur. (Comment tu t’appelles, d’où tu viens, qu’est-ce qu’il faut savoir sur toi et comment es-tu venue à la Côte d’Azur…)

Je me nomme Agathe Duffaut, j’ai 37 ans, maman de 2 loulous de 8 et presque 6 ans. Je suis photographe et je suis originaire de la région parisienne et je suis venue m’installée sur la côte d’Azur il y a maintenant 15 ans pour le travail. Celui-ci n’était pas la photographie. 
Je suis donc passionnée de photo, mais aussi de tout art créatif, de musique et enfin je suis épicurienne ! J’aime d’ailleurs de plus en plus faire des photos culinaires.
Je vis à la Colle sur Loup, un joli village situé entre la côte et l’arrière-pays. J’aime vivre ici. On est à proximité de tout mais avec la sensation de vivre dans le calme du village, près d’espaces naturels comme les Gorges du Loup, loin de la vie tumultueuse des villes. C’est vraiment un cadre très agréable.
J’adore Antibes et son cap. C’est une ville où j’apprécie me balader dans ses ruelles mais aussi la partie sauvage du cap. C’est très ressourçant (hors saison bien sûr!) 

Parle-moi de ton business. Que fais-tu, quel est le nom de ton business, depuis combien de temps le fais-tu et comment ça s’est passé que tu as choisi devenir photographe?

Je suis photographe professionnelle (Agathe Duffaut Photographie) depuis maintenant presque 6 ans. Ce sont mes proches qui m’ont encouragé à faire de ma passion mon job et notamment mon mari sans qui je n’en serai pas là. 

Qu’est-ce qui te plait le plus dans ton travail ?

J’ai volontairement choisi de ne pas me spécialiser dans une branche de la photographie. Chaque expérience photo m’apporte quelque chose que ce soit lors d’un moment en famille avec des enfants en bas âge récalcitrant avec lesquels je finis par jouer et obtenir des clichés spontanés et naturels, avec la douceur des séances maternités ou de l’arrivée de petits bébés. J’aime aussi les photos de couple… on s’oublie souvent mais cela fait un bien fou de se retrouver à deux… Bien entendu, j’adore aussi les reportages mariages. C’est beaucoup de stress mais ce que j’aime c’est le lien créé avec mes petits mariés et être témoin de leur journée, des émotions qui ressortent et de l’amour dont ils sont entourés.
Enfin, j’aime aussi les séances pour femmes. Boudoir. Une manière de les mettre en valeur et de leur montrer à quel point elles sont belles.

As-tu une histoire préférée que tu aimerais raconter en rapport avec ton travail ? Ou un shooting que tu n’oubliera jamais ?

C’est un mariage qui m’a beaucoup touché. Celui d’Alice et Jérôme. Déjà nous avons créé un lien fort durant toute la préparation du mariage, puis la mariée a subi un moment de stress particulier son papa étant gravement malade, jusqu’au dernier moment elle ne pensait pas qu’il serait là pour son grand jour. Alors quand finalement, il a pu assister à leur mariage, attendre sa fille en bas des marches, la serrer fort contre lui et l’emmené tant bien que mal jusqu’à son futur mari… ce fût un bonheur incroyable que de les voir là, ensemble. Je crois que je n’ai jamais autant pleuré à un mariage ! Entre Agnès Doussot la maquilleuse de la mariée et mon amie Amandine, wedding planner, qui a célébré leur union, je peux vous dire qu’on n’en menait pas large ! Nous sommes passées par toutes les émotions ! 
C’est agréable quand les prestataires partagent aussi, qu’il y a une belle osmose entre chacun.

Comment Corona t’affecte-t-elle (personnellement et professionnellement) ?

Alors forcément mon activité a été réduite mais entre chaque confinement, les familles ont voulu faire le plein de souvenirs. Entre les futures mamans qui attendaient de pouvoir immortaliser ce moment et les petits bébés qui montraient le bout de leurs nez, il fallait vite prévoir un moment pour faire les séances donc je dirais que de ce coté là, je n’ai pas été impacté. J’ai en revanche perdu en mariage à cause des reports mais dans une certaine limite car depuis toujours, je limite le nombre de mariage que je prends donc j’ai perdu oui mais comme je garde du temps pour mes petites famille et le corpo pour les entreprises, je ne peux pas me plaindre non plus. Ca aurait pu être plus dramatique.

Parlons de „on pose pour le rose“. Comment as-tu eu l’idée de ce projet et quand est-ce que tu as commencé avec cet engagement et comment ça s’est développé jusqu’à présent ?

“ On pose pour le rose “ est né il y a 5 ans d’une envie de soutenir une cause qui m’est chère grâce à ma profession. Touchée indirectement par cette maladie, maman d’une petite fille et étant moi-même une femme, il était important à mes yeux de mettre mon objectif à la disposition de la recherche.
Depuis, le bébé a bien grandi. J’ai reçu le soutien de collègues photographes dont Jenny (Jenny’s photographies) qui est un pilier de l’association ainsi que de ma meilleure amie, Eulalie, qui s’est chargée de la communication. Sans elle, nous n’aurions certainement pas pu faire connaitre cette action comme nous l’avons fait depuis. 
Chaque année des photographes bénévoles nous rejoignent pour soutenir cette cause mais grâce à d’autres professionnelle du bien-être ou prestataires au grand cœur, l évènement est devenu un vrai moment de bienveillance autours de la photographie mais pas seulement.
La journée a lieu maintenant dans plusieurs villes de France (et même en Espagne !!!!)

Comment ce nom (on pose pour le rose) a-t-il vu le jour ?

On pose pour le rose signifie on prend la pose (en photo) pour le rose (au profit de la recherche contre le cancer du sein) 

Pourquoi as-tu choisi comme sujet la recherche sur le cancer du sein ?

 J’ai souhaité soutenir cette cause car une personne proche de moi a été touchée par cette maladie. Etant une femme moi même et étant maman d’une petite fille, ce fût une évidence. 

As-tu toujours ressenti le besoin de t‘ impliquer ? 

J’ai toujours voulu aider une cause mais la question était comment ? J’ai donc décidé de mettre ma profession et mon objectif à la disposition de cette cause là. En montrant aux femmes à quel point elles sont belles et peuvent être encore féminine malgré la maladie.

Expliques l’idée derrière ce projet. Qu’est-ce que ça signifie „On pose pour le rose“ et comment ça se passe ?

On pose pour le rose est une levée de fonds au profit de la recherche contre le cancer du sein. L’idée étant de venir prendre la pose devant l’un(e) de nos photographes en échange d’un don mais surtout de profiter d’une belle journée de bienveillance en faisant une bonne action.

Parle-moi du début, du premier événement. Comment les événements ont-ils évolué jusqu’à aujourd’hui ? 

En 2017, j’ai proposé cette journée seule avec Agnès Doussot pour la mise en beauté. Nous avons reçu 27 femmes ce jour et avons pu reversé un peu plus de 900€. Depuis, l’équipe de photohraphes bénévoles (ainsi que bénévoles de différents horizons) nous ont rejoint. En 2020, nous avons reversé 25000€ et il existe plusieurs endroit en France participant à l’évènement.-

Quel genre d’effort faut-il faire pour l’organiser ? Le faites-vous tout seules ou est-ce qu’il y a entre-temps une équipe d’organisation derriere ? S’agit-il d’un événement réservé aux femmes ou les hommes y participent-ils également ? 

En janvier 2019, l’évènement prenant tellement d’ampleur, nous avons dû créer l’association On pose pour le rose avec Jenny et Eulalie et nous sommes maintenant une équipe de 7 à organiser l évènement. Cela demande beaucoup de temps de préparation entre le lieu à trouver, les bénévoles, la mise en place de la communication, du site, de la billetterie. Nous devons tout mettre en place 1 an à l’avance maintenant. C’est une journée dédiée aux femmes touchées de près ou de loin par le cancer du sein. Cela devient un rendez-vous entre femmes, amies, copines…

Et maintenant, explique-moi du point de vue du client : comment dois-je m’imaginer une telle journée ? Dois-je me déguiser, dois-je apporter quelque chose ou avez-vous des accessoires ? Les invités prennent-ils de „vraies“ photos, qu’ils offrent par exemple à Noël, ou s’agit-il plutôt de photos amusantes ? À quoi puis-je m’attendre exactement lors d’un tel événement ?

Chaque photographe propose un type de portrait. Cela peut être avec prêt d’accessoires tel qu’une robe, peignoir, bouquet ou courrone de fleurs… mais nous n’imposons rien. Il ne s’agit pas d’etre déguisée mais d’être mise en valeur. Cela peut aller du portrait simple au boudoir. Le tout étant de passer un bon moment, en étant à l’aise et toujours bienveillant. Chaque femme s’inscrit via une billetterie à un shooting en faisant un don de 30€. Elle pourra ensuite choisir 2 photos parmi une galerie privée qui lui sera proposée. Elle pourra selon son envie les faire tirer sur papier, en album… à sa guise.Elles ont également la possibilité de rajouter des options en dons supplémentaire tel qu’un maquillage ou des ateliers comme le yoga, un atelier  floral…selon ce qui est proposé sur place.

As-tu un conseil d’initié pour les lecteurs sur ce qu’ils devraient absolument connaitre sur la Côte d’Azur?

Comme je le disais pour une balade, j’adore prendre l’air au Cap d’Antibes. Pour le shopping, j’aime flâner dans les ruelles d’Antibes mais je reconnais ne pas être „très“ shopping… 
Étant épicurienne, nous avons la chance à la Colle sur Loup d’avoir accueilli un personnage haut en couleurs, un commerçant comme on en fait plus ! Il s’agit de Père Mozart… si vous aimez la bonne charcuterie et le bon fromage sélectionné avec soin, courez chez lui ! Vous serez reçus comme des rois, il est très à l écoute et de bons conseils.
Pour une échappée belle en amoureux, mon coup de cœur va au Moulin Camoula à Vence. Une maison d’hôte intime, près d’une cascade… de quoi se ressourcer et toujours bien accueilli par Cécilia et Michel les propriétaires.
Enfin, avec mes enfants, on aime monter sur Valberg et prendre l’air. Il y a toujours plein de choses à faire loin du monde.

Qui aimerais-tu être le / la prochain/e à répondre mes questions ? (et pourquoi?)

J’aimerais voir Agnès Doussot, artiste maquilleuse pour répondre à tes questions. Il y a 5 ans, elle s’est simplement présentée à moi pour m’informer qu’elle était maquilleuse si j’avais besoin pour des séances photos ou pour d’éventuels clients qui chercheraient quelqu’un. 
Je lui ai parlé de mon projet On pose pour le rose. Rien d’évident car il s’agissait de joindre à moi en tant que bénévole et sans même me connaitre elle m’a suivi dans ce projet fou et elle est là depuis 5 ans maintenant. Chaque année ! Alors, une femme au grand cœur comme elle mérite d’être mise en lumière.
(Ce n’est pas facile de choisir quelqu’un… beaucoup mériterait d’être mis en lumière, j’aurais dit également Marine de Marynéa créatrice de robe de mariées sur la côte, Cécile de „Mon atelier zen “ également bénévoles pour On pose pour le rose et femmes aux grands cœurs!)

Merci que tu fais partie 🙂

Merci à toi!

À propos : l’événement de cette année aura lieu le 2 octobre 2021. Le lieu et tout le reste : on pose pour le rose

Werbung